Onkologie

Im Folgenden feuen wir uns ihnen informationen über Leistungen und Ansprechpartner des Onkologischen Teilgebiets präsentieren zu dürfen.

Beschreibung der Onkologie

In unserem Teilgebiet behandeln wir Patienten mit bösartigen soliden Tumorerkrankungen sowie gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarkes. Eine vollumfassende patientenorientierte und individuelle Betreuung in allen Phasen einer hämatologisch-onkologischen Erkrankung ist uns ein besonderes Anliegen.
Für die vollumfassende Betreuung aller Patienten bilden wir unser Assistenz- und Pflegepersonal fachspezifisch aus. Die interdisziplinäre Entwicklung personalisierter Behandlungskonzepte beruhend auf den aktuellen Erkenntnissen der onkologischen Medizin mit besonderem Augenmerk auf die Lebensqualität unserer Patienten ist für uns elementar.

Leiter Onkologie und Hämatologie

Leistungsspektrum

In unserem infektiologischen Schwerpunkt widmen wir uns stationären und ambulanten Patienten mit Infektionskrankheiten jeder Art im interdisziplinären Kontext. Hier stehen wir in Form eines Antibiotic Steward-Konzepts sämtlichen Fachabteilungen am Klinikum beratend zur Verfügung. Neben erworbener und angeborener Immunschwäche gehört auch die Versorgung von Patienten mit Tropenerkrankungen und von kritisch kranken und/oder isolationspflichtigen Patienten auf unserer internistischen Intensivstation zum Repertoire des infektiologischen Schwerpunktes.

Die Betreuung unserer Patienten endet auch nicht dann, wenn keine Chance auf Heilung mehr besteht. Wenn die Diagnose eines weit fortgeschrittenen Tumorleidens gestellt werden muss oder wenn Patienten nach einer längeren Krankheitsgeschichte eine Erkrankung nicht mehr besiegen können, dann bedeutet dies nicht das Ende der Therapie. Im Gegenteil: Sie wird neu ausgerichtet und an anderen Zielen orientiert. An diesem Punkt ändert sich das Leben der Patienten und ihrer Angehörigen schlagartig. Uns um die neuen Lebensumstände professionell zu kümmern, nehmen wir uns zur Aufgabe. Dabei steht für uns die Bewahrung der Lebensqualität im Fokus unseres Handelns. Es gilt für uns belastende Symptome wie Übelkeit, Schmerzen, psychische Belastungen im Sinne von Angst und Unruhe sowie die Versorgung, Pflege und Betreuung im häuslichen Umfeld individuell zu adressieren.

Für unsere Palliativpatienten stehen besondere Räumlichkeiten auf unserer hämatologisch-onkologischen Station zur Verfügung. Seit 2021 gibt es darüber hinaus die Möglichkeit Patienten in dieser Situation in die palliativmedizinische Komplexbehandlung einzuschließen. Ein interdisziplinäres Team aus Palliativmedizinern, spezialisierten Palliativpflegekräften, Sozialdienstarbeitern, Seelsorgern, dem Entlassmanagement, psychoonkologisch ausgebildeten Mitarbeitern sowie Ernährungs-, Ergo- und Physiotherapeuten arbeitet gemeinschaftlich und in enger Zusammenarbeit mit dem Patienten ein individuell zugeschnittenes Versorgungskonzept aus. Bereits über mehrere Jahre arbeiten wir hier eng und erfolgreich mit den Spezialisierten Ambulanten Palliativdiensten (SAPV) der Region zusammen und stehen zudem im engen Austausch zu den umliegenden Hospizeinrichtungen.

Blutungsneigung - hämorrhagische Diathesen

  • Mikroangiopathien (Thrombotisch thrombozytopenische Purpura, hämolytisch urämisches Syndrom)
  • Immunkoagulopathien (Immunthrombozytopenie)
  • Hämophilie A und B
  • Von Willebrand Jürgens Syndrom
  • Mangel anderer Gerinnungsfaktoren

Thromboseneigung - Thrombophilie

  • Aktiviertes Protein C Resistenz
  • Faktor II Mutation (Prothrombin Mutation G20120A)
  • Faktor VIII Erhöhung
  • Antithrombinmangel
  • Protein-C/Protein-S Mangel
  • Antiphospholipidsyndrom

Weitere

  • Antikoagulanzientherapie
  • Perioperatives Management antikoagulierter Patienten

Die komplexe Behandlung solider Tumorerkrankungen im interdisziplinären Kontext im Zeitalter multimodaler Therapiekonzepte stellt eine große medizinische Herausforderung dar. Das umfassende diagnostische Repertoire am Bundeswehrkrankenhaus Ulm in Kombination mit der Zugänglichkeit zu neusten therapeutischen Optionen hilft uns diese Herausforderung bewältigen zu können. Der interdisziplinäre Austausch im Rahmen von Entitäts-spezifischen Boardbesprechungen (Verlinkung Veranstaltungen und Kooperationspartner) ermöglicht die Entwicklung individualisierter Therapiekonzepte.

Am Bundeswehrkrankenhaus Ulm stehen uns mit der Abteilung für Nuklearmedizin (Verlinkung Nuklearmedizin) und dem Institut für Pathologie und Molekularpathologie (Verlinkung Pathologie) starke Partner für eine schnelle Diagnostik auf dem Weg zur Diagnose zur Verfügung. Hier kommen PETPositronen-Emissionstomographie-basierte diagnostische Verfahren in der Nuklearmedizin sowie immunhistochemische und Gensequenzier-Verfahren in der Pathologie regelmäßig zur Anwendung. Gemeinsam mit dem pulmologischen und dem gastroenterologischen Schwerpunkt an unserem Klinikum können bösartige Neubildungen der Lunge und des Gastrointestinal-Traktes zügig diagnostiziert und anschließend therapiert werden.
Darüber hinaus ist unsere Abteilung Teil des Sarkomzentrums Ulm (Verlinkung Sarkomzentrum Ulm).

Neben der konventionellen Chemotherapie stehen uns die neusten Ziel-gerichteten Therapeutika sowie die neusten Immuntherapeutika zur Verfügung. Die Ziel-gerichtete Therapie adressiert für bestimmte Tumorerkrankungen charakteristische Targets (Ziele) und ist dadurch in der Lage nicht bösartig entartete Zellen zu verschonen. Der Anspruch dieser Therapien ist die gezielte Unterbrechung von Vorgängen, die für die Zellteilung von Krebszellen verantwortlich sind. Bestimmte Anteile des Immunsystems besitzen das Potential Krebszellen zu bekämpfen. Krebszellen sind allerdings in der Lage sich vor diesen Anteilen des Immunsystem zu maskieren. Immuntherapeutika unterstützen weiße Blutzellen im Kampf gegen Krebszellen, indem diese Maskierung teilweise aufgehoben werden kann.

Für welche Patienten diese Therapieoptionen möglicherweise sinnvoll sind, wird in interdisziplinären Besprechungen abgewogen und sorgfältig untersucht. Ziel-gerichtete Therapeutika und Immuntherapeutika können entscheidend zur Umsetzung eines personalisierten Therapiekonzepts beitragen.

Für die Weiterentwicklung dieser neuartigen Therapiekonzepte nehmen wir regelmäßig an klinischen Studien teil (Verlinkung klinische Studien).

Die höchstmögliche Zufriedenheit in der schwersten Lebensphase von Patienten und ihren Angehörigen durch eine individuelle und menschliche Betreuung sowie die Integration der Patienten in Entscheidungsprozesse ist unser größtes Ziel.

Die Hämatologie widmet sich der Diagnostik und Behandlung von gutartigen als auch bösartigen Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarkes und des lymphatischen Systems. In unserem hämatologischen Schwerpunkt am Bundeswehrkrankenhaus Ulm behandeln wir das gesamte Spektrum der Lymphomerkrankungen, chronische Leukämien sowie myelodysplastische (MDS) und myeloproliferative (MPN) Erkrankungen (Verlinkung zur Tabelle). Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern und den anderen Schwerpunkten am Bundeswehrkrankenhaus Ulm können sämtliche etablierte diagnostische Verfahren abgebildet werden. Innovative Behandlungskonzepte können wir unseren Patienten durch die regelmäßige Teilnahme an klinischen Studien und die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten ,,Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU)‘‘ ermöglichen.

In einigen Fällen kommt eine allogene Stammzelltransplantation oder eine CAR (chimärer Antigen-Rezeptor) T-Zell Therapie bei hämatologisch erkrankten Patienten in Frage. Damit diese Patienten diesen speziellen Therapieverfahren zugeführt werden können, integrieren wir uns regelmäßig in die interdisziplinären hämatologischen Boardbesprechungen am Universitätsklinikum Ulm.

Sprechstunde

Tag

Zeitraum

Telefonnummer

Station

+49 731 1710-1195