Ausgezeichnete Forschung zur CT-Bildgebung in der Wehrmedizin
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- Koblenz
Oberfeldarzt Dr. med. Daniel Dillinger, M. Sc., und Flottillenarzt Dr. med. Hanns Leonhard Kaatsch sind mit dem ersten Platz des Paul-Schürmann-Preises 2026 ausgezeichnet worden. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit moderner Computertomographie und deren Potenzial für die sanitätsdienstliche Versorgung.
Oberfeldarzt Dr. Daniel Dillinger und Flottillenarzt Dr. Hanns Leonhard Kaatsch bei der Verleihung des Paul-Schürmann-Preises 2026
Bundeswehr/Ljubov Auf der MaurDie Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. (DGWMP) verlieh die Auszeichnung am 10. Oktober 2026 im Rahmen ihres Jahreskongresses in Papenburg. Im Mittelpunkt der prämierten Arbeit steht die Bedeutung der sogenannten Photon-Counting CT für die medizinische Versorgung im militärischen Kontext. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 57. Kongresses der DGWMP statt, der vom 8. bis 10. Oktober 2026 in Papenburg ausgerichtet wurde.
Die neuartige Technologie liefert neben hochauflösenden Bildern zusätzliche spektrale Informationen. Dadurch können Gewebe und die Verteilung von Kontrastmitteln differenzierter beurteilt werden. Von besonderem Interesse ist der mögliche Einsatz in der Trauma- und Gefäßdiagnostik - beispielsweise bei der Beurteilung von Organ- und Gefäßverletzungen nach Schuss- oder Explosionsverletzungen.
Darüber hinaus untersuchten Oberfeldarzt Dr. Daniel Dillinger und Flottillenarzt Dr. Hanns Leonhard Kaatsch molekularbiologische Auswirkungen moderner CT-Diagnostik. Dabei spielt die Abwägung zwischen diagnostischem Nutzen und Strahlenbelastung eine zentrale Rolle. Moderne CT-Technik bietet zugleich das Potenzial, die erforderliche Strahlendosis bei geeigneten Untersuchungsprotokollen zu reduzieren.
Der Paul-Schürmann-Preis wurde 1966 anlässlich des 25. Todestages von Oberfeldarzt Professor Dr. med. Paul Schürmann gestiftet, erstmals 1968 vergeben und seitdem alle zwei Jahre verliehen. Mit der Auszeichnung fördert die DGWMP herausragende Forschungsleistungen aus der Wehrmedizin, Wehrpharmazie und angrenzenden Fachgebieten. Zugleich soll der Preis zur Forschung motivieren und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.
Bei der Bewertung stehen die wehrmedizinische Relevanz und die wissenschaftliche Qualität der eingereichten Arbeiten gleichermaßen im Mittelpunkt.
von Ljubov Auf der Maur