Frauen im geteilten Deutschland
- Datum:
- Ort:
- Koblenz
- Lesedauer:
- 1 MIN
Am 5. März 2026 herrschte reger Andrang im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz. Anlässlich des Weltfrauentags präsentierten die zivilen und militärischen Gleichstellungsbeauftragten offiziell ihre Ausstellung. Das Ziel des Projekts: Die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar machen und ihre deutsch-deutsche Lebenswirklichkeit zu beleuchten.
Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss des Haupttreppenhauses
Bundeswehr/Bettina KunzeDie Schau stellt die Gemeinsamkeiten und drastischen Unterschiede der weiblichen Lebenswelten jenseits von Klischees in der DDRDeutsche Demokratische Republik und der Bundesrepublik gegenüber. Während im Osten die staatlich verordnete Erwerbstätigkeit den Alltag prägte, kämpften Frauen im Westen oft gegen traditionelle Rollenbilder und für rechtliche Gleichstellung.
Die zentrale Frage lautet: Verband Frauen in beiden Staaten – trotz völlig unterschiedlicher politischer Rahmenbedingungen – ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem jeweils männlich geprägten System? Die Plakate legen nahe, dass der Wunsch nach Autonomie eine universelle Konstante blieb.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zeigten sich zudem überaus großzügig: Die begleitende Spendenaktion zugunsten des Weißen Rings konnte einen beachtlichen Betrag von 450 Euro verzeichnen, der Opfern von Gewalt zugutekommt. Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, muss sich nicht beeilen, sollte den Termin aber im Auge behalten: Die Exponate sind noch bis zum 22. März 2026 im Haupttreppenhaus im Erdgeschoss und im Bereich der Rechnungsführung zu besichtigen.
von Bettina Kunze