Reanimation lernen: Wissen, das Leben retten kann
- Datum:
- Ort:
- Koblenz
- Lesedauer:
- 1 MIN
Wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht und nicht mehr normal atmet, zählt jede Minute. Doch um im entscheidenden Moment zu helfen, braucht es weder Medizinstudium noch Pflegeausbildung. Wiederbelebung kann jeder lernen und genau dieses Wissen soll #koblenzdrückt in die Schulen tragen.
Praxisnah vorbereitet: Teilnehmende trainieren unter fachkundiger Anleitung lebensrettende Sofortmaßnahmen
Bundeswehr/Florian Meyer-OschatzAm 25. und 26. August 2026 wurden am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz 79 Lehrerinnen und Lehrer aus 43 Schulen im nördlichen Rheinland-Pfalz für den Reanimationsunterricht geschult. In vier jeweils dreistündigen Durchläufen vermittelten vier Soldatinnen und Soldaten des Bundeswehrzentralkrankenhauses gemeinsam mit zwei zivilen Referierenden theoretische Grundlagen und praktische Fertigkeiten.
Dabei ging es nicht allein darum, selbst im Notfall richtig reagieren zu können. Die Lehrkräfte sollen das erworbene Wissen künftig an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. So erreicht die Ausbildung weit mehr Menschen als die unmittelbar Teilnehmenden und trägt dazu bei, Wiederbelebung dort selbstverständlich zu machen, wo junge Menschen lernen.
Die wichtigste Botschaft ist dabei denkbar einfach: Prüfen - Rufen - Drücken. Reagiert eine Person nicht und atmet nicht normal, gilt es, den Notruf 112 zu wählen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Denn bis professionelle Hilfe eintrifft, können die Menschen vor Ort bereits Entscheidendes tun.
Auf die richtige Technik kommt es an: An Reanimationsmodellen trainieren die Teilnehmenden die korrekte Durchführung der Herzdruckmassage
Bundeswehr/Florian Meyer-Oschatz
Üben für den entscheidenden Moment: Unter fachkundiger Anleitung trainieren die Teilnehmenden die Herzdruckmassage am Reanimationsmodell
Bundeswehr/Florian Meyer-OschatzUnterstützung erhielt die Fortbildung durch Christina Link vom Johannes-Gymnasium in Lahnstein. Als Lehrerin und Erste-Hilfe-Ausbilderin schlug sie die Brücke zwischen fachlicher Ausbildung und der späteren Vermittlung im Unterricht. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren durchweg positiv.
79 Lehrkräfte aus 43 Schulen nehmen dieses Wissen nun mit zurück in ihre Klassenzimmer. Dort kann es weitergegeben, geübt und zur Selbstverständlichkeit werden. Denn im Ernstfall entscheidet nicht der Beruf darüber, wer helfen kann, sondern das Wissen, was zu tun ist, und der Mut, anzufangen.
von Corinna Schneider E-Mail schreiben