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Betriebliche Gesundheitsmanagement

Gesundheit fördern und Zusammenhalt stärken

Gesundheit fördern und Zusammenhalt stärken

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In einem Umfeld, in dem Schichtdienst und hohe Verantwortung oft über der eigenen Gesundheit stehen, engagiert sich ein Team, trotz stressigem Klinikalltag, mit praxistauglich Angeboten um Gesundheit zu fördern und Zusammenhalt zu stärken. 

Eine Gruppe von Personen liegt auf dem Boden und führt Sportübungen durch

Gemeinsam trainieren die sportbegeisterten Teilnehmer in einem der begehrten BGM-Kurse am BwKrhs Berlin

Bundeswehr/Thio Pulpanek

Die Philosophie ist klar: Es geht nicht um Leistungssport, sondern um langfristige Gesundheit, das Wohlbefinden und die persönliche Balance der Beschäftigten.
„Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet für uns weit mehr als Sport“, verdeutlicht der verantwortliche BGM-Beauftragte Stabsfeldwebel Christian H.* „Oft wird BGM mit Dienstsport verwechselt. Dabei verfolgen unsere Bewegungsangebote ein anderes Ziel: Gesundheit und Zusammenhalt stärken“.

Engagierte Teamarbeit mit menschlichem Fokus

Das Programm steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen und kann während der Dienstzeit bis zu zwei Stunden pro Woche genutzt werden. Wer dieses Engagement vorantreibt, tut dies nicht nur aus organisatorischer Pflicht, sondern aus persönlicher Überzeugung. Christian H. übernimmt die Aufgabe neben seiner Haupttätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger für Hygiene und sieht darin seine tiefe Berufung. 

Für ihn ist die Tätigkeit weit mehr als Planung: „Es geht darum, Menschen etwas mitzugeben, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, wie wichtig die eigene Gesundheit ist.“ Dabei stützt er sich auf ein eingespieltes Team. Diese Zusammenarbeit und die Unterstützung durch die Pflegedienstleitung und den BGM-Koordinator sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Denn „ohne ihre Mitwirkung könnten viele Kurse und Angebote nicht realisiert werden“, erklärt er seine Motivation.

Eine Person steht vor einer Gruppe und führt eine Sportübung durch.

Wann immer es der Dienst- oder Schichtplan zulässt: Beim Angebot „Funktionales Training“ mit einem externen Trainer wird es schon mal voller im BGM-Raum

Bundeswehr/Thio Pulpanek

Vielfalt und Inklusion als Kernstrategie 

Von klassischen Entspannungskursen bis zu speziellen Trainings ist das Angebot sehr vielfältig. Ein herausragendes Beispiel für den inklusiven Ansatz des BGM ist das seit Ende 2025 angebotene „Fitnesstraining für Schwerbehinderte“, das in enger Abstimmung mit der Schwerbehindertenvertretung entwickelt wurde. 

Dies unterstreicht den Anspruch, Teilhabe zu ermöglichen und individuelle Bedürfnisse - unabhängig von Fitnesslevel oder gesundheitlichen Einschränkungen - zu berücksichtigen. „Damit zeigen wir, dass Gesundheit für alle zugänglich sein muss“, betont der erfahrene Sanitätsfeldwebel.

Eine Person liegt auf dem Boden und führt Dehnungsübungen durch

Mitarbeiter trainieren gemeinsam für die Gesundheit - Dehnübungen nach dem Muskeltraining sind wichtig und wohltuend

Bundeswehr/Thilo Pulpanek

Der Balanceakt im Schichtdienst

Die größte Herausforderung stellt die Vereinbarkeit der Angebote mit den komplexen, wechselnden Schichtplänen des Klinikalltags dar. Da feste Zeiten oft nicht funktionieren, setzt das Team auf flexible Lösungen wie individuell abgestimmte Coaching-Programme. „Uns ist wichtig, dass Gesundheitsförderung nicht zusätzlich Druck erzeugt, sondern wirklich unterstützend wirkt und sich an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientiert“.

Ein eigener, gut ausgestatteter BGM-Raum steht zur Verfügung, ergänzt durch buchbare Besprechungsräume für Vorträge. Der Zeitaufwand für die Organisation variiert stark. „Wenn externe Trainer koordiniert werden müssen, steigt der Aufwand natürlich stark an“, den der engagierte BGM-Verantwortliche des Hauses flexibel in den Dienstalltag integriert.

Vier Personen stehen vor neu erworbenen Trennwänden in einem Sportraum.

Stabsfeldwebel Christian H. (re.) übernahm kürzlich eine Spende von den Vertretern der Soldatentumor- und Unfallhilfe Berlin e.V.: Eine Trennwand für den nun gut ausgestatteten BGM-Raum.

Bianca Jordan/Bundeswehr

Positive Resonanz und Ausblick und Teilhabe

Die Resonanz auf die bisherigen Maßnahmen ist eindeutig positiv. Teilnehmende loben besonders die Breite der Angebote und wertschätzen das durch ihre Teilnahme - das soziale Klima profitiert spürbar. „Mitarbeitende, die im Dienstalltag kaum Berührungspunkte haben, kommen ins Gespräch und lernen sich besser kennen“, beobachtet der gelernte Krankenpfleger. 

Denn durch gemeinsame Aktivitäten „wird das Betriebsklima offener und kooperativer und die Beschäftigten entwickeln abteilungsübergreifend ein besseres Verständnis füreinander“, verdeutlicht der engagierte Berufssoldat Christian H..

Um das Angebot nachhaltig auszubauen, braucht das BGM-Team vor allem zwei Dinge: zusätzliche freiwillige Trainer sowie eine stabile und möglichst hohe Beteiligung. Nur, wenn das Angebot intensiv genutzt wird, lässt sich der Bedarf langfristig sichern und weiterentwickeln. Damit bleibt das BGM am BwKrhs Berlin kein statisches Programm, sondern ein dynamischer Prozess, der sich ständig den Bedürfnissen seiner Beschäftigten anpasst.

*Name ist zum Schutz des Soldaten geändert

 

von Bianca Jordan

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