Woche der Wiederbelebung
- Datum:
- Ort:
- Westerstede
- Lesedauer:
- 1 MIN
Über 500 Schülerinnen und Schüler im Landkreis Ammerland lernen, wie sie Leben retten können
Über 500 Schülerinnen und Schüler erprobten im Rahmen der "Woche der Wiederbelebung" lebensrettende Maßnahmen.
Bundeswehr/Dorina FeskePrüfen, rufen, drücken – mit diesen drei einfachen Schritten können auch Laien im Ernstfall zum Lebensretter werden. Wie das konkret funktioniert, haben mehr als 500 Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe an zwei Schulen im Landkreis Ammerland praktisch erprobt. Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ waren Mitarbeitende des Klinikzentrums Westerstede, ein Zusammenschluss aus Bundeswehrkrankenhaus und Ammerland-Klinik, an der IGS Augustfehn und der KGS Rastede zu Gast.
An beiden Aktionstagen wurden den Jugendlichen zunächst die theoretischen Grundlagen zum Thema Wiederbelebung vermittelt. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und die Herzdruckmassage unter Anleitung praktisch trainieren. Das Ziel dabei war vor allem, den Jugendlichen Sicherheit zu vermitteln und mögliche Hemmschwellen abzubauen.
Denn bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Gleichzeitig sind die entscheidenden Maßnahmen vergleichsweise einfach: Wer eine bewusstlose Person vorfindet, die nicht normal atmet, sollte den Notruf verständigen und unmittelbar mit der Herzdruckmassage beginnen.
Auch die Sorge vor einer Mund-zu-Mund-Beatmung sollte niemanden davon abhalten, im Ernstfall tätig zu werden. Wer sich unsicher fühlt oder sich aus Ekel eine Beatmung nicht zutraut, kann sich auf die kontinuierliche Herzdruckmassage konzentrieren. Allein damit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken, kann Leben retten.
Das Klinikzentrum Westerstede nahm zum neunten Mal an dieser Aktionswoche teil und wird auch wieder im nächsten Jahr an den Schulen im Landkreis Ammerland unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ teilnehmen.
von Christian Köckritz