Kabelloser Herzschrittmacher erweitert Behandlungsmöglichkeiten
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- Berlin
Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin erweitert sein Leistungsspektrum in der Therapie von Herzrhythmusstörungen um die Implantationsmöglichkeit des modernsten Herzschrittmachersystems. Erstmals wurde hier ein sogenannter „Leadless Pacer“ (LP), also ein kabelloser Herzschrittmacher, bei einer Patientin mit plötzlichem Bewusstseinsverlust aufgrund einer Herzrhythmuspause (sog. Sinusarrest) implantiert.
Das kardiologische Team des Bundeswehrkrankenhauses Berlin bei der Implantation des kabellosen Herzschrittmachers
Bundeswehr/Leonhard RiebeMit der jetzt verfügbaren Expertise bietet die Kardiologische Abteilung des Bundeswehrkrankenhaus Berlin unter Leitung von Herrn Flottenarzt Dr. Christoph Richter ein weiteres medizinisch innovatives Verfahren für eine umfassende und patientenorientierte Behandlung von Soldaten und Kassenpatienten auf höchstem fachlichem Niveau. Durch die minimalinvasive Implantation des „USB-Stick“-großen Herzschrittmachers direkt in das Herz bleiben Patienten typische Komplikationen einer „normalen“ Herzschrittmacherimplantation, wie Infektionen oder Probleme mit den Herzschrittmacherkabeln, erspart. Auch das optische Ergebnis und die sportlichen Möglichkeiten nach dem Eingriff verbessern die Lebensqualität deutlich, insbesondere bei jüngeren und aktiven Patienten.
„Das innovative Herzschrittmachersystem bietet insbesondere jungen Patientinnen und Patienten medizinisch und auch lebensqualitativ einige Vorteile, so zeigt sich jedoch insbesondere bei Soldaten, Polizisten, Feuerwehrmännern und Sportlern eine herausragende Chance auf Erhalt der Dienst- und Leistungsfähigkeit“, erklärt Oberstabsarzt Dr. F. Klose, Kardiologe und Anwender des neuen Verfahrens.
Eine ausführliche Beratung steht allen Patientinnen und Patienten in unserer Herzschrittmacher- und Rhythmussprechstunde zur Verfügung.
von Florian Klose