SPEZ-RD 2024 - Reisedurchfall im militärischen Kontext
- Datum:
- Ort:
- Berlin
- Lesedauer:
- 1 MIN
Studie Reisedurchfall
Bundeswehr/OFA Dr. BraaschReisedurchfall betrifft jeden 4. Reisenden, insbesondere bei kurzen Reisen (<30 Tagen) in die Tropen und Subtropen. Die USUnited States-amerikanischen Streitkräfte berichten über eine erhebliche Belastung der Einsatzfähigkeit in Konflikten der letzten Jahrzehnte durch Reisedurchfall, auch, weil im militärischen Kontext hygienische Prophylaxe nicht immer eingehalten werden kann. Eine abwartende Therapie mit Flüssigkeits- und Elektrolytersatz kann aus taktischen Gründen nicht möglich sein. Vor diesem Hintergrund wurden Einheiten der Bundeswehr mit häufigen Kurzzeiteinsätzen ab 2018 mit einer Taschenkarte zur Laieneinstufung der Krankheitssymptome sowie einem Antibiotikum zur Selbsttherapie ausgestattet. Bisher liegen keine Daten zu Reisedurchfall und dessen Auswirkungen bei deutschen Militärangehörigen vor. Daher verfolgt die Studie das Ziel, das Ausmaß der Betroffenheit in der Vergangenheit zu erfassen, potentielle Risikofaktoren zu identifizieren sowie zu untersuchen, ob die Betroffenen in der Lage waren, Reisedurchfall korrekt zu klassifizieren und wie empfohlen selbst zu therapieren.
Es bestehen Unterstützungsleistungen durch Beratung und Kooperation mit dem Kommando Gesundheitsversorgung, dem Ausbildungszentrum Spezialkräfte der Marine sowie dem Kommandoarzt Kommando Spezialkräfte.
Wissenschaftliche Leitung / Projektoffizier: Oberfeldarzt Dr. med. Trixi Braasch
Fachbereich: Klinik für Innere Medizin