Klinik für Urologie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Klinik für Urologie

Von der Diagnose bis zur Therapie - Sie sind bei uns in den besten Händen. Wir sind für Sie da!

Beschreibung der Klinik

In unserer Klinik werden jährlich etwa 1.500 Patienten stationär und über 10.000 Patienten ambulant behandelt. Wir bieten Frauen und Männern das gesamte Spektrum an urologischen diagnostischen und therapeutischen Verfahren auf höchstem Niveau. Alle Behandlungen werden mit modernster Technik nach aktuellsten medizinischen Standards durchgeführt. Durch unsere umfangreiche Expertise in der urologischen Krebsbehandlung bieten wir Ihnen eine optimale Versorgung und beste Qualität. Lassen Sie sich auf den nachfolgenden Seiten durch unser umfangreiches Angebot führen.

Klinischer Direktor

Leistungen

Der Umfang der medizinischen Leistungen umfasst alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren des urologischen Fachgebietes, inklusive der individualisierten Therapie bösartiger urologischer Erkrankungen und die Durchführung aller gängigen operativen und plastisch-rekonstruktiven urologischen Eingriffen. In der Diagnostik stehen die modernsten und schonendsten Verfahren zur Verfügung. Wir bieten Ihnen neben den etablierten Therapieformen auch minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten wie die roboterassistierte Operation (daVinci).

Leistungsspektrum

Urologische Krebsleiden sind häufige Krankheitsbilder. Allen voran steht der Prostatakrebs als häufigste Krebserkrankung des Mannes. Hodenkrebs ist eine weitere Krebserkrankung aus dem urologischen Fachgebiet, welche ein Viertel der Krebserkrankungen von jüngeren Männern ausmacht. Sowohl Frauen wie auch Männer sind von Krebsleiden der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase) sowie der Nieren betroffen. Weitere, seltenere Krebserkrankungen beispielsweise am Penis oder an den Nebennieren werden ebenfalls durch uns behandelt.
Unsere Klinik begleitet onkologische Patienten von der Diagnosestellung bis hin zur operativen und medikamentösen Tumortherapie. In palliativen Situationen ist eine Begleitung durch speziell weitergebildete ärztliche Kollegen gegeben.
In allen Bereichen kommen dabei modernste Verfahren zum Einsatz. In der Diagnostik umfasst dies unter anderem die MRTMagnetresonanztomographie-gestützte Entnahme von Prostatabiopsien sowie der endoskopische, photodynamische Nachweis von Blasentumoren. Neben den gängigen offenen Operationsverfahren bietet unsere Klinik die Möglichkeit zur roboterassistierten Behandlung von Prostatakrebs und Nierenkrebs mit dem „DaVinci Xi“ Operationsroboter. Sollte eine medikamentöse Behandlung der Krebserkrankung notwendig sein wird dies ebenfalls durch uns abgedeckt. Dies reicht von der lokalen Gabe von Chemotherapeutika in die Harnblase bis hin zur komplexen Mehrfachchemotherapie oder moderne Immuntherapeutika.

Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms

  • Hoch auflösende MRTMagnetresonanztomographie der Prostata und MRTMagnetresonanztomographie-gestützte Biopsie
  • Potenzerhaltende nervenschonende Operation offen und roboterassistiert(da Vinci XI – neueste Generation)
  • Alle Formen der medikamentösen Therapie des Prostatakarzinoms

Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) stellt in der westlichen Welt die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes dar. Bei älteren Patienten gibt es zum Teil sehr wenig aggressive Unterformen, bei denen eine Beobachtung des Tumors ausreichend ist (sog. watchfull-waiting). Gerade bei jüngeren Patienten ist es aber wichtig aggressive Unterformen frühzeitig zu entdecken die einer Behandlung bedürfen. Hierbei spielt die Krebsvorsorge eine entscheidende Rolle. Bei Soldaten findet diese in unserer urologischen Ambulanz statt, ansonsten in der Regel beim niedergelassenen Urologen. Mittels der Tastuntersuchung durch den Enddarm und der Bestimmung des PSAPersönliche Schutzausrüstung-Persönliche Schutzausrüstung-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) im Blut kann sich der Verdacht auf das Vorliegen eines Karzinoms ergeben. In speziellen Fällen führen wir in Kooperation mit der radiologischen Abteilung im Hause MRTMagnetresonanztomographie Untersuchung der Prostata durch, um auffällige Bereiche in der Prostata zu entdecken. Die Diagnosesicherung findet dann mittels Stanzbiopsie ggf. sogar MRTMagnetresonanztomographie-gestützt statt.

Bei lokal begrenzten Tumoren, die keine Metastasierung aufweisen, kann eine heilende Therapie durchgeführt werden. Wir bieten im Hause die operative Versorgung an (radikale Prostatovesikulektomie). Diese sowohl konventionell als offene Schnittoperation oder laparoskopisch roboterassistiert mit dem „DaVinci Xi“ Operationssystem. Bei niedrig aggressiven Tumoren kann aber auch eine engmaschige Kontrolle (sog. active-surveillance) bei jüngeren Männern durchgeführt werden.

Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren oder metastasierten Karzinomen wird in der Regel eine Hormontherapie durchgeführt. Hierbei wird die Produktion des männlichen Geschlechtshormons (Testosteron) unterdrückt, da die Krebszellen in der Regel Testosteron zum Wachstum benötigen. Über verschiedene neuere Präparate lässt sich auch bei fortgeschrittenen Tumorstadien heutzutage durch die Hormonmanipulation ein Überleben zum Teil über mehrere Jahre erzielen. Bei Versagen dieser Behandlung ist außerdem noch die Chemotherapie möglich.

Therapie des Hodentumors

  • Alle operativen Verfahren der Hodentumortherapie
  • Medikamentöse Therapie (Polychemotherapie) des Hodentumors

Hodenkrebs ist eine insgesamt seltene Erkrankung. Dennoch ist sie bei jungen Männern zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr der häufigste Krebs (Blutkrebs ausgeklammert). Es gibt Risikofaktoren wie beispielsweise ein Hodenhochstand in der Vorgeschichte.
Aus unbekannten Gründen steigt die Anzahl an Neuerkrankungen aktuell an. Klassischerweise werden Hodentumore durch die Tastuntersuchung und anschließend durch die Ultraschalluntersuchung und Bluttests aufgedeckt.

Der erste Therapieschritt umfasst die operative Entfernung des Tumors. Falls der gesamte Hoden entfernt werden muss, kann eine sogenannte Hodenprothese aus kosmetischen Gründen eingesetzt werden. Bei einem, auf den Hoden begrenzten Krebsleiden ohne Risikofaktoren ist die operative Versorgung als Therapie ausreichend. Bei Risikofaktoren (großer Tumor, Einwachsen in die Gefäße oder Lymphbahnen) oder bei Absiedelungen muss eventuell eine Chemotherapie oder Bestrahlung durchgeführt werden. Falls nach diesen Therapieschritten noch Resttumoren sichtbar sind schließt sich eine weitere Operation zur Entfernung der Befunde an.
Erfreulicherweise lassen sich Hodentumore hervorragend behandeln und sind in über 95% der Fälle heilbar.

Traditionell weisen die Bundeswehrkrankenhäuser eine hohe Expertise in der Behandlung von Hodentumoren auf. Bei seltenen Krankheitsbildern steigert dies die Behandlungsqualität und die Chance auf eine leitlinienkonforme Therapie enorm.

Therapie des Nierentumors

  • Organerhaltende Therapie in Knopfloch-chirurgischer Technik dank morderner roboterassistierter Verfahren
  • Medikamentöse Therapie des Nierenzellkarzinoms

Nierenkrebs steht an sechster Stelle der Krebsstatistik bei Männern und an Platz 11 bei Frauen. Meist sind ältere Personen betroffen (70-75 Jahre), allerdings kommen die Tumore zum Teil auch bei jungen Menschen vor. Mit 90% sind Nierenzellkarzinome die häufigsten bösartigen Tumoren der Nieren. Seltener sind gutartige Tumore wie das Onkozytom.
Risikofaktoren für das Auftreten von Nierenzellkarzinomen sind Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, chronische Nierenschäden und genetische Störungen aber auch Gifte wie Nikotin, chronischer Schmerzmittelmissbrauch oder ein oft beruflich bedingter Kontakt mit Stoffen wie Schwermetallen, Teer und Holzschutzmittel.
Früher fielen Nierentumore durch eine klassische Symptomtrias aus Schmerzen in der Flanke, einer tastbaren Schwellung und Blut im Urin auf. Durch die weit verbreitete Ultraschalldiagnostik und moderne Schnittbildgebung (CTComputertomographie und MRTMagnetresonanztomographie) fallen Nierentumore heutzutage deutlich früher auf bevor Symptome auftreten.

Zeigt sich im Ultraschall der Verdacht auf einen Nierentumor schließt sich eine genaue Diagnostik mittels CTComputertomographie/MRTMagnetresonanztomographie an, ggf. auch um Fernabsiedelungen des Tumors zu entdecken. Bei Tumoren die auf die Niere beschränkt sind, lässt sich der Tumor operativ entfernen. Abhängig von der Lage und Größe entweder als radikale, also vollständige Entfernung der Niere oder als organerhaltender Eingriff. Das nierenerhaltende Vorgehen wird, wenn möglich bevorzugt, um die Nierenfunktion von Patienten bestmöglich zu erhalten.
Sowohl die offene Operation wie auch die roboterassistierte Operation als „Schlüsselloch Chirurgie“ mit dem „DaVinci Xi“ System werden in unserem Hause angeboten.

Die schonende Operation mit dem OP-Roboter hat unter anderem den großen Vorteil einer deutlich kleineren Operationsnarbe und geringere Komplikationen wie Bauchwandbrüche.

Sollten bereits Absiedlungen des Tumors vorhanden sein, kann es trotzdem sinnvoll sein den Tumor und wenn möglich einzelne Absiedelungen zu entfernen um Symptome wie Schmerzen, Harnstauungen und Entzündungen zu vermeiden und das Gesamtüberleben zu verbessern.

Chemotherapie und Bestrahlung spielen bei fortgeschrittenem Nierenkrebs eine untergeordnete Rolle. Die Bestrahlung kann zur Schmerzreduktion bei Knochenmetastasen sinnvoll sein. Immer wichtiger wird die Immuntherapie. Durch die Antikörpertherapie lässt sich in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit selbst bei fortgeschrittenen Tumoren erreichen. Diese Verfahren werden in unserer Abteilung angeboten.

Patienten, die auf Grund von Vorerkrankungen nicht operiert werden können, können mittels Radiofrequenzablation behandelt werden. Bei diesem schonenden, minimalinvasiven Verfahren wird über einen CTComputertomographie-gesteuerten Zugang der Tumor verkocht. Das Verfahren wird über unsere Abteilung in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie angeboten.

Diagnostik und Therapie des Blasenkarzinoms

  • Chirurgische Therapie durch die Harnröhre (transurethral), auch mit photodynamischer Diagnostik zur besseren Erkennung von Blasentumoren
  • Radikale Blasenentfernung (Zystektomie) mit oder ohne Ersatzblasenbildung aus Darm (Neoblasenbildung)
  • Medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen Blasenkarzinoms

Das Harnblasenkarzinom oder Blasenkrebs ist ein bösartiger Tumor der Blasenschleimhaut. Er ist die vierthäufigste Tumorerkrankung beim Mann. Frauen sind zwei- bis dreimal seltener betroffen als Männer. Der größte Risikofaktor ist das Rauchen.
Typischerweise ist das erste Symptom, das sich bei Betroffenen zeigt Blut im Urin, meist ohne Schmerzen. Eine Abklärung mittels einer Blasenspiegelung ist in diesem Fall häufig notwendig. Bei einem sichtbaren Tumor erfolgt die Sicherung der Diagnose mittels einer transurethralen Resektion des Tumors (=TUR-Blase; Entfernung des Blasentumors durch die Harnröhre), bei der endoskopisch mit Hilfe einer elektrischen Schlinge der Blasentumor von der Blasenwand entfernt wird.
Oberflächliche Blasentumore machen 70% der Erstbefunde aus und lassen sich oft gut endoskopisch behandeln und heilen. Bei speziellen Tumorkonstellationen nutzen wir die photodynamische Diagnostik, um ansonsten nur schwer erkennbare Befunde sicher aufdecken zu können.

Bei einem Einwachsen des Tumors in die Muskulatur ist eine Entfernung der Harnblase notwendig. Um eine Urinableitung aus dem Körper sicherzustellen bieten wir offenchirurgisch inkontinente als auch kontinente Harnableitungen an.

  • Harnleiterhautfisteln: Vernähen der Harnleiter mit der Haut und Versorgung mittels Harnleiterschienen und Stomabeutel. Dieses Verfahren bietet sich durch seine kurze Operationszeit besonders bei älteren Patienten an.
  • Urostoma (Ileumconduit): Vernähen der Harnleiter mit einem Stück Dünndarm und ausleiten über die Haut in einen Stomabeutel. Bei diesem Verfahren sind in der Regel keine Harnleiterschienenwechsel notwendig.
  • Neoblase: Schaffung einer neuen Blase aus Dünndarm im Bereich der alten Blase. Diese kontinente Form der Urinableitung bietet sich vor allem für junge Patienten an und ermöglicht ein Wasserlassen über den natürlichen Weg.

Über die konkreten Vor- und Nachteile und das individuell am besten für Sie geeignete Verfahren werden Sie im Rahmen der prästationären Vorstellung ausführlich beraten.
Bei fortgeschrittenen Tumorstadien mit Metastasen bieten wir neben klassischen Chemotherapieverfahren auch die Therapie mit modernsten Immun-Checkpoint-Inhibitoren an.

Therapie des Peniskarzinoms

  • Operative Therapie des Peniskarzinoms inkl. peniserhaltender OP-Verfahren
  • Medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen Peniskarzinoms

Das Peniskarzinom ist eine sehr seltene Erkrankung. Auf Grund von chronischen Entzündungen oder durch eine vorbestehende Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) treten in Deutschland bei ca. 600 Männern im Jahr Krebserkrankungen des Penis auf. Meist sind Eichel und Vorhaut betroffen. Krebsvorstufen lassen sich mittels Lasertherapie lokal behandeln. Beim Nachweis fortgeschrittenerer Krebsstadien muss der Tumor radikal und vollständig entfernt werden. Bei einer Beschränkung auf die Vorhaut kann eine Beschneidung ausreichend sein, ansonsten ist eine Teil- oder vollständige Amputation des Penis notwendig. Wichtig ist beim Peniskarzinom die Untersuchung und ggf. Entfernung der Leistenlymphknoten als ersten Ort der Tumorabsiedlung. Sämtliche operative Therapiemöglichkeiten werden von uns angeboten.
Bei weit fortgeschrittenen Tumorstadien kann eine Chemotherapie notwendig sein, welche ebenfalls in unserer Abteilung angeboten wird.

  • Steinzertrümmerung von außen (extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWL)
  • Harnleiter und Nierenspiegelung (Ureterorenoskopie) inkl. Laserzertrümmerung von Steinen
  • Perkutane Therapie von Nierensteinen (sog. PCNL) (schonendes Verfahren mit Zugang von außen Knopfloch-chirurgisch in die Nieren bei besonders großen Steinen
  • Medikamentöse Therapie von Störungen beim Wasserlassen
  • Operative Therapie durch die Harnröhre (transurethral) konventionell und mit Plasmavaporisation
  • Offene operative Therapie
  • Neurourologie
    • Diagnostik neurourologischer Krankheitsbilder am videourodynamischen Messplatz (z. B. Blasenentleerungsstörungen bei neurologischen Erkrankungen, wie M. Parkinson oder Enzephalitis disseminata (MS)
    • Konservative Therapie neurourologischer Krankheitsbilder
    • Botox-Therapie der überaktiven Blase
  • Inkontinenzchirurgie
  • Urologische Betreuung von querschnittsgelähmten Patienten
  • Behandlung von Erektions- und Ejakulationsstörungen
  • Fertilitätstherapie (unerfüllter Kinderwunsch)
  • Vasektomie

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