Computergeestützte Verdeutlichung der Händedesinfektion in der Abteilung für Krankenhaushygiene

Krankenhaushygiene

Die Krankenhaushygiene nimmt die Aufgabe der Infektionsprävention und -kontrolle bei Patientinnen und Patienten des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede wahr. Außerdem unterstützt die Abteilung die behandelnden Ärzte beim rationalen und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika (Antibiotic Stewardship).

Beschreibung der Abteilung

Rund 600.000 Patientinnen und Patienten erleiden jährlich in deutschen Krankenhäusern Infektionen mit zum Teil multiresistenten Keimen. Etwa jede dritte Infektion wäre vermeidbar, wenn Hygieneregeln streng eingehalten würden. Deshalb hat Hygiene bei uns höchste Priorität!

Unsere Abteilung folgt strikt den evidenzbasierten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und neusten nationalen und internationalen Empfehlungen zur Infektionsprävention und Krankenhaushygiene. Darüber hinaus hat das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede einen eigenen, verbindlichen Leitfaden der Krankenhaushygiene mit einem Hygiene- und Desinfektionsplan für die Klinik entwickelt. Für dessen Umsetzung sorgen speziell weitergebildete und geschulte Fachkrankenpflegerinnen für Hygiene und Infektionsprävention und ein Krankenhaushygieniker.

Durch einen Farbstoff wird die Wirksamkeit der richtigen Technik zur Desinfektion der Hände verdeutlicht

Durch einen Farbstoff wird die Wirksamkeit der richtigen Technik zur Desinfektion der Hände verdeutlicht

Bundeswehr/Michael Laymann


Klinischer Direktor

Leistungen

Die Abteilung besteht aus ärztlichen und nicht-ärztlichen Mitarbeitenden unter der Leitung des Krankenhaushygienikers.
Alle Mitarbeitenden des Bundeswehrkrankenhauses werden regelmäßig in der Umsetzung des Hygieneleitfaden geschult und die Umsetzung der Maßnahmen wird vor Ort kontrolliert. In den wichtigsten Risikobereichen (z.B. Intensivstationen) erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der nosokomialen Infektionen. Gleichzeitig ist eine umfangreiche Überwachung aller multiresistenten Erreger gewährleistet.
Wegen der großen Bedeutung der Händehygiene für die Vermeidung der Übertragung von Infektionserregern werden Untersuchungen zur Einhaltung der Händehygiene durchgeführt und der Verbrauch von alkoholischem Händedesinfektionsmittel regelmäßig erfasst und ausgewertet.

Leistungsspektrum

  • Beratung der Krankenhausleitung in allen Fragen der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
  • Durchführung von Hygienevisiten mit Beobachtung von Prozessabläufen
  • Erstellen von bereichsspezifischen Hygieneplänen
  • Absprache diagnosespezifischer Standardhygienemaßnahmen beim Nachweis übertragbarer Erreger und multiresistenter Keime
  •  Ausbruchs- und Krisenmanagement
  • Krankenhaushygienische Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter
  • Begutachtung und Beratung im Rahmen der Beschaffung und Aufbereitung von Medizinprodukten, Materialien und Einrichtungsgegenständen
  • Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen zur Festlegung strategischer Ziele unter Beachtung krankenhaushygienischer und infektionsprophylaktischer Forderungen (zum Beispiel Hygiene-, Arzneimittel-, Arbeitsschutzkommission)
  • Beteiligung an externen Netzwerken
  • Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden (Gesundheitsämter, Überwachungsstellen der Bundeswehr)
  • Surveillance (Umsetzung von § 23 Abs. 1 IfSG)
  • Surveillance ausgewählter nosokomialer Infektionen
  • Surveillance von Erregern mitspeziellen Resistenzen und Multiresistenzen (einschließlich der Bewertung und Implementierung von Konsequenzen)
  • Hygienische Beratung bei der Bauplanung, Bauausführung und dem Betrieb von hygienerelevanten Gewerken (Wasser/Abwasser, Abfall, Raumluft- und Klimatechnik)
  • Festlegung, Analyse und Beurteilung hygienisch-mikrobiologischer Untersuchungen
  • Probenentnahme für hygienisch-mikrobiologische und hygienisch-physikalische Untersuchungen
  • Gezielte Umgebungsuntersuchungen bei Ausbrüchen, gegebenenfalls in Verbindung mit genotypischen Identifizierungsverfahren
  • Definition von Problemerregern
  • Erstellen regelmäßiger Erreger- und Resistenzstatistiken
  • Erfassung und Rückkopplung des Antibiotikaverbrauchs und Erstellung von Therapiestandards zur Vermeidung nicht indizierter Antibiotikagaben
  • Optimierung der Standards zur mikrobiologischen Diagnostik (Diagnostic Stewardship)


Sprechzeiten

Bei Fragen zur Infektionsprävention und Hygiene können sie täglich einen individuellen Termin vereinbaren oder sich telefonisch beraten lassen.
 

Tag

Zeitraum

Telefonnummer

Allgemeine Erreichbarkeit

Montag - Donnerstag


Freitag

07:30 - 12:00
13:00 - 15:00

07:30 - 12:00

+49 4488 50-7315

+49 4488 50-7355


Zertifikate

  • Qualitäts- und Transparenzsiegel des EurHealth-1Health-Netzwerk der Stufe 3 für die vorbildliche Umsetzung von Hygienestandards
  • Aktion Saubere Hände Zertifikat in Bronze
  • Teilnahme KISS-Module des nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen

Linkangebot

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